Schluss mit Selbstzweifeln!

Schluss mit Selbstzweifeln!

Jeder hat schon einmal Erfahrungen mit Selbstzweifeln gemacht - und diese sind selten angenehm! Die Gründe dafür sind zahlreich, sodass es oft nicht leicht ist, Selbstzweifel abzulegen. Nichtsdestotrotz will ich heute versuchen, dir genau dabei zu helfen: durch ein paar Gedanken und konkrete Werkzeuge, die auch dich Schluss mit Selbstzweifeln machen lassen!

Viele Gründe für Selbstzweifel

Selbstzweifel sind uns allen bekannt. Wenn große Herausforderungen vor uns liegen oder Dinge nicht so laufen, wie wir sie uns erhofft haben, fragen wir uns schnell, ob wir selbst und unsere Fähigkeiten gut genug sind. 

Für diese Reaktion gibt es viele Gründe! Eines der häufigsten Probleme ist dabei das Hegen falscher oder überzogener Erwartungen. Diese sind, ganz unabhängig vom Thema Selbstzweifel, ohnehin nicht empfehlenswert und führen zu nichts Gutem. 

Keine Zeit den Artikel zu lesen? Hör' dir doch einfach die ganze Podcastfolge dazu an!

Denn wenn wir mit überzogenen Erwartungen an eine Aufgabe herangehen, werden wir vom Ausgang in den meisten Fällen enorm enttäuscht sein. Wir sehen dann das Resultat nicht objektiv, sondern durch den Filter unserer (falschen) Idee. 

Meine eigenen Erfahrungen mit Selbstzweifeln

Auch ich bin natürlich nicht über Selbstzweifel erhaben! Erst kürzlich habe ich die zerstörerische Wirkung solchen Denkens erlebt: Bei einem Auftritt vor einem älteren, etwas zurückhaltenden Publikum hatte ich völlig falsche Erwartungen. 

Erst einige Tage zuvor stand ich nämlich vor sehr lauten, aktiv mitmachenden Menschen auf der Bühne und war von diesem sehr positiven Erlebnis noch geprägt. Als die älteren Damen und Herren jedoch nicht förmlich auf den Tischen tanzten, setzten recht schnell Selbstzweifel bei mir ein. 

Ich dachte, vielleicht nicht gut genug zu sein und konnte den Auftritt nicht richtig genießen. Letztlich war es jedoch nicht meine Schuld: Das Publikum war begeistert, gab mir Standing Ovations und im Anschluss großes Lob. 

Da ich jedoch mit den Erwartungen eines jungen, aktiven Publikums an die Veranstaltung heranging, war ich während des eigentlichen Auftritts von Selbstzweifeln geplagt - dabei lief alles wie am Schnürchen! 

Ein typisches Beispiel also, wie falsche Erwartungen zu Selbstzweifeln führen können. 

Sein statt werden

Diese hohen Erwartungen und die daraus resultierenden Selbstzweifel entstehen, weil wir ständig glauben, besser werden zu müssen. Das stimmt jedoch nicht! Du bist schön genug, schlau genug, gut genug!

Die grundlegende Ursache für unsere Selbstzweifel ist daher oft der Glaube, wir müssten mehr werden, anstatt uns auf das zu konzentrieren, was wir bereits sind. Dieses “werden wollen” ist wie ein Rauschzustand: ständig müssen wir noch mehr haben. Mehr Reichtum, mehr Arbeit, mehr Aktivität… 

Befinden wir uns in diesem Rausch, vergessen wir schnell, was wir bereits sind. Dies wiederum führt direkt zu Selbstzweifeln, da wir diese Erwartungen von “immer mehr” unmöglich erfüllen können. 

Keine Ziele mehr?

Jetzt fragst du dich vielleicht, ob das bedeutet, dass du keine Ziele mehr haben solltest? Natürlich nicht! Es ist nach wie vor wichtig, sich weiterzuentwickeln und Verbesserung und neue Errungenschaften anzustreben!

Diese Ziele sollten aber nicht das überschatten, was du bereits erreicht hast - denn das würde nur zu unnötigen Selbstzweifeln führen! Bei aller persönlicher Weiterentwicklung sollte daher immer der Gedanke “Ich bin genug!” die Basis bilden. 

Vermeiden sollten wir hingegen eine “das ist noch nicht gut genug”-Einstellung. Diese führt uns nur zu mehr Zweifeln an uns selbst, weil wir nie auf unser bereits Erreichtes wirklich Stolz sein werden. 

Was bringen uns Selbstzweifel?

Selbstzweifel helfen uns nicht wirklich weiter. Im Gegenteil: wenn eine schwierige Aufgabe vor uns liegt, reduzieren sie nur unsere Leistung, da wir von den Erwartungen an uns selbst wie gelähmt sind, anstatt unser Bestes zu geben!

Wir können Selbstzweifel weder greifen, noch sehen oder sonst wie fühlen. Es sind komplett subjektive Gedanken, die von uns selbst ausgehen. Also sind es auch wir selbst, die diese Selbstzweifel stoppen können. 

Insbesondere, wenn wir uns vor Augen führen, dass sie keinen positiven Nutzen für uns mit sich bringen, wird klar: Selbstzweifel zu vermindern und letztlich komplett abzulegen würde uns sehr guttun!

Wenn wir erkennen und akzeptieren, dass wir selbst der Ursprung unserer Selbstzweifel sind, übernehmen wir automatisch Verantwortung für unser Leben und Handeln. Denn dann wird schnell klar: die Person, die diese Selbstzweifel auflösen und beheben kann, sind ebenfalls wir selbst! 

Häufig werden unsere Selbstzweifel von anderen Personen und deren Aussagen ausgelöst - oder es scheint zumindest so. Hier ist aber wichtig zu verstehen, dass die Zweifel und negativen Gedanken lägst in uns geschlummert haben und nur durch den Input unserer Umwelt wachgerüttelt wurden. Verantwortlich für unsere Selbstzweifel und deren Behebung sind aber dennoch wir selbst. 

Du bist selbst verantwortlich

Die Erkenntnis, dass wir selbst verantwortlich für uns und unsere Erwartungen sind, ist ein wichtiger Schritt zum Ablegen von Selbstzweifeln. Umgekehrt verschlimmern wir hingegen unsere Probleme, wenn wir diese Verantwortung bei anderen suchen. 

Sobald du dir nämlich einredest, andere seien schuld an deinen Selbstzweifeln, verstärkst du diese nur. Du übergibst damit die Verantwortung an die Menschen in deinem Umfeld und machst dich damit selbst machtlos. 

Wenn du dich von den Worten und Taten anderer dazu bringen lässt, Selbstzweifel zu hegen, bist du nicht mehr selbst für deine Emotionen verantwortlich. Diese Abgabe der Macht über deine Gefühle führt dazu, dass auch nur diese anderen Personen in der Lage sind, dir diese Selbstzweifel wieder zu nehmen. 

Die Folge: Abhängigkeiten von diesen anderen Menschen, die in der Realität selten gesund sind! Diese wiederum führen nur zu neuen Selbstzweifeln, sodass ein regelrechter Teufelskreis entsteht. 

Abhängigkeiten und Selbstzweifeln begegnen uns immer wieder

Diese Abhängigkeiten von anderen Menschen, die aus unseren Selbstzweifeln resultieren, begegnen uns im Alltag immer wieder. So treten sogar in unserem Liebesleben auf! Es kann schnell passieren, dass die Liebe eines Mitmenschen uns förmlich überwältigt und wir sie richtiggehend als Geschenk wahrnehmen. 

Sollten wir diese Liebe später wieder verlieren - zum Beispiel, weil die Beziehung zu dieser Person endet - fühlen wir, dass uns etwas Wichtiges entzogen wurde. Dieser Mensch hat die Liebe mitgenommen, als er oder sie unser Leben verlassen hat. 

Oft führt das dazu, dass wir diese Person wiederhaben wollen. Tatsächlich ist es jedoch das Gefühl des Geliebtwerdens, dass uns fehlt. Während wir diesem Menschen hinterherlaufen im verzweifelten Versuch, ihn oder sie zurückzugewinnen, vergessen wir unsere Werte und unser Selbstbewusstsein und erzeugen nur immer neue Selbstzweifel. 

Diese Wahrheit gilt jedoch nicht nur für die Liebe! Jedes Gefühl kann auf die gleiche Weise missbraucht werden und eine Abhängigkeit von der Person schaffen, der wir diese Macht übertragen. Denn nur der Mensch, der uns die positive Emotion vermittelt, kann uns auch die Selbstzweifel nehmen, die dadurch entstehen können. 

Wege aus der Abhängigkeit

Um Selbstzweifel und die Abhängigkeiten, die ihn hervorrufen aus unserem Leben zu verbannen, müssen wir uns zuerst klar werden, dass wir selbst diesen Selbstzweifel erschaffen haben. 

Er ist nicht reell, nicht für andere sicht- oder greifbar. Wie bereits erwähnt ist einer der besten Wege, diesen Selbstzweifel loszuwerden das reduzieren, managen und - idealerweise - sogar vollständige entfernen der eigenen Erwartungen.  

Wenn andere Menschen dich dazu bringen, an dir selbst zu zweifeln, solltest du dies nicht einfach so hinnehmen und in wirkliche Selbstzweifel verfallen. Stattdessen ist es dann sinnvoll, an den Personen, die diese Gefühle in dir hervorrufen, zu zweifeln!

Will dir jemand einreden, dass du nicht gut genug seist, den falschen Weg gehst oder dich in anderer Hinsicht mit negativen Gedanken belastet, ist das Hegen von Selbstzweifeln nicht die richtige Reaktion! 

Anstatt mit Selbstzweifeln auf derartigen Input zu reagieren, solltest du deine Energie lieber dazu verwenden, dich von dieser Person unabhängig zu machen. Zweifle an solchen Menschen, nicht an dir selbst! 

Selbstzweifel erzeugen Selbstzweifel

Die meisten der Menschen, die durch ihren negativen Input Selbstzweifel in uns erzeugen (wollen), tun dies nicht aus böser Absicht! Sie sind häufig Opfer ihrer eigenen Selbstzweifel, die sie lähmen und zurückhalten. 

Oft sagen wir auch negative Dinge zu unseren Mitmenschen, um uns selbst besser zu fühlen. Denn leider profitiert unser Ego davon, andere herunterzuziehen - kein besonders edles oder soziales Verhalten, aber dennoch Realität. 

Auch Angst ist ein häufiger Auslöser, der unser Umfeld zu derartigen Aussagen verleitet. Es könnte ja sein, dass du dich durch das Erreichen deiner gesteckten Ziele verändern könntest und dann nichts mehr mit diesen Menschen zu tun haben willst. Das führt unterbewusst zum Versuch, in dir Selbstzweifel zu wecken und so sicherzustellen, dass du bei ihnen bleibst.  

Anschließend finden sich ihre Selbstzweifel in ihren Aussagen wieder und gelangen so auch in dein Leben. Es liegt daher an dir, diesen Kreislauf aus Selbstzweifeln zu unterbrechen und zu sagen: “Halt, Stopp! Anstatt mich von diesem negativen Input herunterziehen zu lassen, zweifle ich an der Meinung dieser Person - nicht an mir selbst!”

Ich versuche stets, es diesen Menschen nicht übelzunehmen, dass sie mit ihren Aussagen Selbstzweifel in mir hervorzurufen versuchen. Sie wissen es ja nicht besser und führen in der Regel nichts Böses im Schilde. 

Selbst, wenn sie einmal mit ihrer Zweiflerei Erfolg haben (manchmal erwischen sie mich zum Beispiel an einem schlechten Tag und bringen mich doch dazu, mich in Selbstzweifeln zu ergehen) versuche ich, es ihnen nicht nachzutragen. 

Diese Menschen zweifeln an sich selbst und erzeugen damit Selbstzweifeln in dir. Ihre negativen Aussagen über dich und deine Ziele beziehen sich aber eigentlich auf sich selbst. Wenn du diesen einfachen Zusammenhang verstanden hast, wird es dir viel leichter fallen, deine eigenen negativen Gedanken zu kontrollieren. 

Schluss mit Selbstzweifeln

Du siehst also, dass Selbstzweifel keinen echten Zweck erfüllen und aus völlig unnötigen, teilweise wirklich absurden Gründen entstehen. Wir können sie für nichts Nützliches gebrauchen - warum sollten wir sie dann also mit uns herumschleppen? 

Die Veranlagung zu Selbstzweifeln ist in fast jedem Vorhanden; oft jedoch aus ganz unterschiedlichen Gründen. Woher deine persönlichen Zweifel kommen, musst du selbst ergründen. 

Ich kann dir jedoch die beschriebenen Tipps zu ihrer Bekämpfung an die Hand geben: Halte deine Erwartungen im Zaum, zweifle an den Menschen, die dir Selbstzweifel einreden wollen und nicht an dir selbst und gib Acht, dass du nicht durch eine emotionale Abhängigkeit anfängst, dich selbst infrage zu stellen. 

Befolgst du diese Ratschläge kannst du auch den Menschen, die dich an dir selbst zweifeln lassen, ganz gelassen entgegenblicken. Denn du weißt dann, dass diese Personen Angst haben (zum Beispiel dich zu verlieren) oder schlichtweg über sich selbst reden, wenn sie dir negative Meinungen mitgeben. 

Anstatt dich herunterzuziehen, wirst du sie dann als “Lehrer” wahrnehmen, die dir dabei helfen, deine Selbstzweifel infrage zu stellen und letztlich zu überwinden. Denn: egal, was andere zu dir oder über dich sagen, niemand kann ihn deinen Kopf oder dein Herz blicken. Nur du kennst dich wirklich und nur du bist daher in der Lage, Schluss mit Selbstzweifeln zu machen!

Das war nur ein kleiner Ausschnitt aus der Folge #35 meines Podcasts "Schokolade für die Seele". Wenn du noch mehr Tipps brauchst, mit denen du deine Selbstzweifel ein für alle mal besiegen kannst, dann höre dir doch einfach hier die ganze Podcastfolge dazu an!


Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen